>>Es ist mit deinem Tod
das letzte Wort noch nicht gesprochen,
denn das letzte Wort soll Liebe sein.<< – Jochen Jülicher

Fällt es Ihnen manchmal schwer, Beileidskarten zu schreiben?

Wird es am Ende doch nur ein kurzer Standard-Spruch aus Angst, etwas Falsches zu schreiben?

Wir helfen Ihnen hier in Form eines kostenlosen Sammelsuriums, wohl gewählte & aufrichtig gemeinte Worte zu finden. Gerne können Sie an Helene auch eine E-Mail schreiben, wenn Sie persönliche Beratung für Ihre Beileidskarte wünschen. 

Einfach, weil wir glauben, dass Trost spenden für die Seele der größte Mehrwert ist. 

Helene's Herzens-Tipp:

Der Trauernde sowie der Verstorbene haben Ihre Zeit verdient. Eine gute Beileidskarte ist niemals auf 5 Minuten formuliert.

Denken Sie an den Menschen, stellen Sie ihn sich vor in einer Situation, die Ihnen spontan einfällt
Welches Bild haben Sie als erstes vor Augen?
Was hat der Trauernde mir alles über diesen Menschen erzählt? (Falls ich ihn selbst nicht so gut kannte, sondern nur den Trauernden)
Welche Erinnerungen kommen hervor? Irgendwelche Lieblingsdinge dieses Verstorbenen?
Wenn Ihnen auch nur die kleinste Unwichtigkeit über diesen Menschen einfällt – wenn es nur der Flieger in seinem WhatsApp Profilbild ist, oder dass er stundenlang brauchte um 1 Foto zu knipsen, oder um eine Pizza zu vertilgen – völlig egal. Dass SIE Erinnerungen von dem Verstorbenen haben, ist für den Angehörigen das wertvollste Geschenk, das Sie ihm machen können. Lassen Sie diesen Menschen weiterleben, auch in Ihren Erinnerungen!

Helene's Herzens-Tipp für die Praxis:

Ja, es ist so üblich, man hat es so gelernt. Aber fühlen Sie doch mal in sich hinein: Was spüren Sie bei den zwei Worten „Mein Beileid“?
Ich denke, man darf dem Trauernden mehr Verbindung schenken. Wenn Sie sagen „Es tut mir so Leid“, schaffen Sie viel mehr Nähe. Diese Nähe darf sein, auch wenn Sie das beispielsweise Ihrem Vorgesetzten oder schlicht einem Bekannten sagen.

Besondere Ideen für Kondulenzkarten:

>>Es heißt, man lebt zweimal: einmal in der Wirklichkeit und

einmal in der Erinnerung.<< 

[Im besten Fall nennen Sie hier eine oder zwei Erinnerungen, die Sie an den Verstorbenen haben]

>>Man hat nur ein Leben. Und wenn man es richtig macht, dann
reicht das in der Regel auch. Auch wenn XY’s Leben früher als geplant enden
musste, so hat er/sie doch alles rausgeholt, was das Leben in dieser Zeit zu
bieten hatte. Wir denken an euch.<< 

[Auch hier können Sie wieder ein paar persönliche Dinge einbauen, z.B. was er besonders gerne in der Freizeit tat, womit er/sie sein/ihr Leben ausfüllte]

>So when tomorrow
starts without me
Don’t think we’re far apart
For every time you think of me
I’m right here in your heart.<<

>>Weil Deine Augen so

voll Trauer sind,

Und Deine Stirn so schwer ist von Gedanken,

Laß mich Dich trösten, so wie man ein Kind

In Schlaf einsingt, wenn letzte Sterne sanken.<<

>>Die Sonne ruf ich an, das Meer, den Wind,

Dir ihren hellsten Sonnentag zu schenken,

Den schönsten Traum auf Dich herabzusenken,

Weil Deine Nächte so voll Wolken sind.

Und wenn Dein Mund ein neues Lied beginnt,

Dann will ich Meer und Wind und Sonne danken,

Weil Deine Augen so voll Trauer sind,

Und Deine Stirn so schwer ist von Gedanken.<<

>>(Mascha Kaleko)<<

>>Da steht ihr nun, wollt mich betrauern

Ihr glaubt, dass ich hier unten bin:

ihr mögt vielleicht zunächst erschauern –

doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier – wie ihr vermutet,

mein Körper mag hier unten sein,

doch während die Musik noch tutet

bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?

Es sind sehr viele – sicherlich –

doch achtet drauf wie schön sie sind;

und eins der Blätter – das bin ich.

Seht die Wolken am Himmel ziehen,

schaut ihnen zu und denkt an mich,

das Leben war doch nur geliehen,

und eine Wolke – das bin ich.

Die Schmetterlinge auf der Wiese,

perfekt erschaffen – meisterlich,

ich bin so fröhlich grad wie diese,

und einer davon – das bin ich.

Die Wellen, die vom Bach getragen,

erinnern sie vielleicht an mich?

Ihr müsst nicht lange danach fragen:

denn eine Welle – das bin ich!

Blumen erblühen in all ihrer Pracht

die Rose und selbst der Wegerich,

und alle sind für euch gemacht

und eine Blume – das bin ich.

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,

für mich wär das ganz fürchterlich.

Tut Dinge, die ihr nie bedauert:

Denn Eure Freude – das bin ich!<<

>>(Heinz Rickal)<<

>>Du kannst darüber weinen, dass er/sie gegangen ist, 

oder du kannst lächeln, weil er gelebt hat.

Du kannst die Augen schliessen und beten,

dass er wiederkommt oder du kannst sie öffnen und sehen,

was er/sie zurückgelassen hat.

Dein Herz kann leer sein, weil du ihn/sie nicht sehen kannst,

oder es kann voll der Liebe sein, die er für dich und andere hatte.

Du kannst weinen und ganz leer sein oder du kannst tun,

was er/sie von dir wollte,

dass du lächelst, deine Augen öffnest, Liebe gibst und weiterlebst.<<

>>Eines Morgens wachst du auf und bist nicht mehr am Leben.

Über Nacht, wie Schnee und Frost, hat es sich begeben.

Aller Sorgen dieser Welt

bist du nun enthoben.

Krankheit, Alter, Ruhm und Geld sind wie Wind zerstoben.

Friedlich sonnst du dich im Licht einer neuen Küste ohne Ehrgeiz, ohne Pflicht.

– Wenn man das nur wüsste!<<

>>(Mascha Kaleko)<<

>>Du weißt, dass hinter den Wäldern blau

Die großen Berge sind.

Und heute nur ist der Himmel grau

Und die Erde blind.

Du weißt, dass über den wolken schwer

Die schönen Sterne stehn,

und heute nur ist aus dem goldenen Heer

kein einziger zu sehn.

Und warum glaubst du dann nicht auch,

dass uns die Wolke Welt

nur heute als ein flüchtiger Hauch

die Ewigkeit verstellt.<<

>>(Eugen Roth)<<

Goodbye. Der gute Abschied Michelangelo

>>Nun sind sie vorüber, jene Stunden,

Die der Himmel unsrer Liebe gab,

Schöne Kränze haben sie gebunden,

Manche Wonne floß mit ihnen ab.

Was der Augenblick geboren,

Schlang der Augenblick hinab,

Aber ewig bleibt es unverloren,

Was das Herz dem Herzen gab.<<

>>(Adalbert Stifter)<< 

>>Frag nicht warum,

frag nicht wozu,

dann kommt dein Herz niemals zur Ruh‘.

Auf dein Wozu, auf dein Warum,

bleibt doch des Schicksals Mund nur stumm.

Gott weiß warum, Gott weiß wozu,

dies Wissen gibt dem Herzen Ruh‘.<<

>>(unbekannt)<<

>>Ich bin nicht tot.

Ich tausche nur die Räume.

Ich lebe in euch

und gehe durch eure Träume.<<

>>(Michelangelo Buonarroti)<<

 

>>Wir gehen wie wir

kamen

Mit nichts als uns allein

Die Welt – das sind nur Namen.

Ein Wunder bleibt das Sein.<<

>>(unbekannt)<<

>>Abschied nehmen

fällt so schwer,

dein Platz, er ist nun leer.

Was du an Liebe uns gegeben,

dafür ist jeder Dank zu klein.

Was wir an dir verloren haben,

das wissen wir nur ganz allein.<<

>>(unbekannt)<<

>>Erinnerungen sind

kleine Sterne,

die tröstend in das Dunkel unserer Trauer

leuchten.<<